„Digitales Archiv“ sorgt für einfache Archivierung und Bereitstellung elektronischer Dokumente

Das Bundesarchiv wird digital

Neustadt/Wied, 28.07.2008. Digitale Dokumente erfordern digitale Arbeitsprozesse: Um die damit verbundenen Herausforderungen zu bewältigen, etabliert das Bundesarchiv das „Digitale Archiv“ mit Software von SER. Damit ist die Bundesbehörde in der Lage, elektronische Unterlagen der Bundesregierung und -verwaltung effizient und langfristig zu sichern und bei Bedarf bereitzustellen.

Das „Digitale Archiv“ nimmt im Oktober 2008 seinen regulären Betrieb auf und steht den Bundesbehörden zur Verfügung. Die Lösung basiert auf dem OAIS-Modell (Open Archival Information System) und entsteht in Zusammenarbeit mit Hewlett-Packard (HP) und dem Anbieter SER. Am 9. Juli haben das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern und HP als Gesamtauftragnehmer in Koblenz offiziell den Vertrag zu diesem Projekt unterzeichnet.

Zum Einsatz kommt das „Digitale Archiv“ in der Abteilung B (Bundesrepublik Deutschland) der Bundesbehörde. Hier laufen seit über 20 Jahren digitale Unterlagen zusammen, um bewertet und für wissenschaftliche Zwecke oder den Nachweis persönlicher Rechtsansprüche zugänglich gemacht zu werden. Dank der neuen Lösung wird das Bundesarchiv künftig Daten aus unterschiedlichen Systemen, die in den einzelnen Behörden im Einsatz sind, übernehmen und auf einer einheitlichen Plattform zusammenführen können. Sämtliche elektronische Daten werden dabei in archivfähige Standardformate überführt – eine wichtige Voraussetzung, um diese dauerhaft zu sichern. Dafür sorgen nicht nur Speichersysteme von HP und Software-Lösungen von SER, sondern auch eine Strategie für die Langzeiterhaltung der elektronischen Unterlagen, die sich an internationalen Standards orientiert. Bei Bedarf lässt sich das System beliebig ausbauen. Das Projekt „Digitales Archiv“ befindet sich derzeit in der Pilotphase. Bis 2010 soll der Funktionsumfang erweitert werden. Hinzu kommen sollen dann weitere Datentypen wie zum Beispiel Datenbanken, Videodaten oder selten genutzte Grafikformate sowie Daten aus Fachverfahren.

„Mit Hilfe des neuen Systems lassen sich durchgängige elektronische Prozesse realisieren“, erklärt Dirk Schreiber, Abteilungsleiter im Beschaffungsamt. „Papierausdrucke werden dabei weitgehend der Vergangenheit angehören.“
 
Über das Beschaffungsamt

Das Beschaffungsamt ist der zweitgrößte zentrale Einkäufer des Bundes und verantwortlich für den Einkauf im gesamten Geschäftsbereich des BMI. Es beschafft Waren und Dienstleistungen für 26 Bundesbehörden und Bundeseinrichtungen, vom Bund finanzierte Stiftungen sowie international tätige Organisationen. Das Beschaffungsamt bietet seine Dienstleistungen auch anderen Bundesbehörden an.

Das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern ist eine nichtrechtsfähige Anstalt des Bundes im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern. Es hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Informationen zum Beschaffungsamt des BMI finden Sie unter www.bescha.bund.de
 
Über das Bundesarchiv

Das Bundesarchiv ist eine moderne Dienstleistungseinrichtung für Öffentlichkeit, Forschung und Verwaltung. Es sichert die zivile und militärische Überlieferung staatlicher Stellen der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Demokratischen Republik, des Deutschen Reiches (1867/71-1945) und des Deutschen Bundes (1815-1866), sofern ihr bleibender Wert für die Erforschung der deutschen Geschichte, für die Sicherung von Bürgerrechten oder als Informationen für Gesetzgebung, Verwaltung oder Rechtsprechung zukommt. Weitere Informationen zum Bundesarchiv finden sich unter http://www.bundesarchiv.de/.

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